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    Guineawurm – Die zweite Krankheit des Menschen, die bald ausgerottet wird

      Die Guineawurm-Krankheit oder Dracontiasis ist eine parasitäre Infektion. Sie wird ausgelöst durch Flöhe im Trinkwasser, die Larven von Dracunculus medinensis, einem Fadenwurm, aufgenommen haben. Die Erkrankten werden derart geschwächt, dass sie weder arbeiten, ihre Felder bestellen, noch für ihre Kinder sorgen können - was buchstäblich das wirtschaftliche Leben eines Dorfes zum Stillstand bringt.

      Behandlung eines Mädchens gegen den Guineaewurm-Parasiten

      Der Guineawurm: Fakten

      Durch die unermüdlichen Initiativen des Carter Centers, gegründet vom ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und seiner Frau Rosalynn, wird der Guineawurm nach den Pocken als zweite Krankheit in der Geschichte der Menschheit bald auf der ganzen Welt verschwunden sein – und als erstes von Parasiten verursachtes Leiden. Außerdem handelt es sich um die erste Krankheit, die ohne einen Impfstoff oder ärztliche Behandlung ausgerottet wird.

      Weltweit sind die Fälle von Guineawurm-Krankheit sind bereits um mehr als 99.99 % zurückgegangen. 1986 waren pro Jahr schätzungsweise 3,5 Millionen Menschen in 20 Ländern Afrikas und Asiens von der Krankheit betroffen. 2018 wurden 28 Fälle in Südsudan, Angola und Tschad gemeldet. Darüber hinaus schätzt die Weltbank, dass die Rentabilität von Investitionen in die Vernichtung des Guineawurms fast 29 % pro Jahr beträgt, sobald die Krankheit vollständig beseitigt ist.  

      BASF arbeitet seit 1988 mit dem Carter Center zusammen und hat für das Programm zur Vernichtung des Guineawurms das Larvenbekämpfungsmittel Abate® im Wert von mehr als 4 Millionen $ zur Verfügung gestellt. 2012 hat BASF ihre Unterstützung des Carter Centers auf dessen Programm zur Bekämpfung der Flussblindheit in Uganda ausgeweitet.  

      Afrikanisches Kind liest ein Buch

      Symptome und Behandlung

      Es gibt derzeit keine Behandlungsmethode und keinen Impfstoff gegen die Guineawurm-Krankheit. Sie setzt die Betroffenen für längere Zeit außer Gefecht und hindert sie daran, zu arbeiten, ausreichend Nahrungsmittel für ihre Familien anzubauen oder zur Schule zu gehen. Die Larven des Guineawurms vermehren sich im menschlichen Körper. Die männlichen Würmer sterben, die weiblichen werden bis zu einem Meter lang. Sie bewegen sich durch das subkutane Gewebe und durchbrechen schließlich durch die Haut, meistens an den Füßen. Dabei verursachen sie Ödeme, Blasen und schließlich Geschwüre, die manchmal mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Der Kreislauf der Ansteckung setzt sich fort, wenn die Erkrankten zur Linderung des brennenden Schmerzes, den das Austreten des Guineawurms verursacht, die betroffenen Körperteile in Trinkwasserquellen tauchen: Dadurch wird der Wurm dazu stimuliert zehntausende von Larven im Wasser freizusetzen, und der Kreislauf beginnt von neuem.

      Traditionell wird der Guineawurm manuell entfernt, indem man den Wurm, der teilweise bis zu einem Meter lang wird, um einen Stock wickelt und herauszieht – ein langsamer, schmerzhafter Prozess, der sich oft über Wochen erstreckt. Die Hautverletzungen ziehen oft weitere bakterielle Infektionen nach sich, die das Leiden und die Dauer der Krankheit noch verlängern.  

      Prävention

      Um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist die Aufklärung über Vorbeugungsmaßnahmen entscheidend. Solche Maßnahmen bestehen z. B. darin, infizierte Personen nicht in die Trinkwasserquellen zu lassen und die kleinen Wasserflöhe, die Träger der infektiösen Larven, aus dem Trinkwasser herauszufiltern.  

      Quelle: Weltgesundheitsorganisation

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