Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Choose a location

    Schädlingsbekämpfung Namibia – Malaria an der Grenze aufhalten

    Namibia – Malaria an der Grenze aufhalten

      In Namibia geht die Regierung verstärkt gegen Malaria vor. Mithilfe von Nichtregierungsorganisationen, führenden Persönlichkeiten der Gemeinden und Interceptor®-Bettnetzen von BASF hat die ländliche Bevölkerung in den nördlichen Grenzregionen des Landes die Chance, sich von der tödlichen Krankheit zu befreien.

      Two African children reading a comic about Guinea worm

      Helena ist erst 11 Jahre alt, aber sie weiß bereits, wie wichtig es ist, den Kampf gegen Malaria in ihrer Dorfgemeinschaft zu gewinnen. Sie lebt in Namibia – einem Land, das wie viele Teile Afrikas seit langem von dieser verheerenden Krankheit geplagt wird. Aber es gibt Hoffnung: Konzentrierte Maßnahmen der Regierung ihres Landes haben mit der Hilfe von Nichtregierungsorganisationen und des Privatsektors in den letzten Jahren riesige Fortschritte erzielt und die Malariaraten um 90 Prozent gesenkt. Heute ist der Süden Namibias frei von Malaria und in großen Teilen des Landes sind die Übertragungsraten gering. *)

      Das sind gute Nachrichten. Doch es gibt immer noch Gebiete, in denen die Krankheit verbreitet ist – wie beispielsweise in Helenas Heimatort im nördlichen Teil von Namibia. Dabei handelt es sich um abgelegenere Gebiete des Landes, in denen die Menschen weit weg von Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäusern leben. Die Menschen dort zu erreichen, ist beim Kampf gegen Malaria unerlässlich.

      Dank der Arbeit von Gemeinde- und Glaubensführern und der Unterstützung durch die J.C. Flowers Foundation sowie tausenden langwirkenden, insektizid-behandelten Interceptor®-Netzen von BASF besteht jetzt die Hoffnung, dass Namibia zu den Ländern im Süden Afrikas gehören könnte, in denen Malaria vollständig beseitigt wird.

      Alle miteinbeziehen

      Es ist nicht nur die Abgelegenheit der Region, die eine Herausforderung darstellt, sondern auch ihre geografische Lage. Der Nordosten von Namibia hat die Form eines Pfannengriffs – ein schmales Stück Land zwischen Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana. In diesem Gebiet mit so vielen Grenzen überqueren die Menschen regelmäßig die Landesgrenzen, um Familie und Freunde zu besuchen oder Geschäfte zu machen. Tragen sie den Malaria-Parasiten in sich, sind die Chancen einer grenzüberschreitenden Übertragung der Erkrankung hoch.

      Die J.C. Flowers Foundation arbeitet mit den Gemeindeführern vor Ort zusammen, um diese entlegenen Grenzregionen im Süden Afrikas ins Visier zu nehmen und die Ausbreitung von Malaria aufzuhalten. Um einen Erfolg zu erzielen, hat die Initiative örtliche Gemeinde- und Glaubensführer sowie 360 Gesundheitshelfer in den Gemeinden mobilisiert. Sie verteilen 26.000 Moskitonetze, die von BASF gespendet wurden.

      Die Verteilung von Bettnetzen ist der erste Schritt, doch Maßnahmen wie diese sind nur effektiv, wenn sie von so vielen Menschen wie möglich sachgemäß eingesetzt werden. Vor allem lokale Glaubensführer haben bei der Vermittlung dieser Botschaft eine wesentliche Rolle gespielt. Als Personen, die eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten, sind sie nicht nur bekannt, sondern genießen auch das Vertrauen und den Respekt der lokalen Bevölkerung. Auf bestehenden Beziehungen wie diesen aufzubauen, ist der Schlüssel, um die Reichweite und Wirksamkeit der Initiative zu vergrößern.

      Mit Hilfe von Kirchen- und lokalen Gemeindeführern wurden diese abgelegen Gemeinschaften erreicht und Familien dazu motiviert, unter Bettnetzen zu schlafen und sich behandeln zu lassen, wenn sie krank werden und Fieber haben. Wird diese Mischung aus Prävention und Behandlung aufrechterhalten, werden auch die Übertragungsraten sinken.

      Erste positive Ergebnisse

      Die frisch gebackene Mutter Elizabeth ist diesem Rat gefolgt. Während ihrer Schwangerschaft hat sie unter einem Moskitonetz geschlafen, um sich selbst vor Moskitostichen zu schützen. Die Risiken einer Malariaerkrankung während der Schwangerschaft sind gravierend: Sie kann zu einer Frühgeburt oder einem niedrigen Geburtsgewicht führen – beides wesentliche Faktoren für Kindersterblichkeit. Bei Elizabeth wurde dieses Risiko vermieden und sie hat nach normaler Schwangerschaftsdauer einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.

      BASF arbeitet bereits seit vielen Jahren mit der J.C. Flowers Foundation zusammen und ist der Ansicht, dass solche Partnerschaften sowie kreative Ansätze, welche die gesamte Gemeinde einbeziehen, der beste Weg im Kampf gegen Malaria sind.

      Noch heute stirbt weltweit alle zwei Minuten ein Mensch an Malaria. 91 Prozent dieser Todesfälle sind dabei in Afrika zu verzeichnen. Die „letzte Meile“ bis zur vollständigen Auslöschung der Krankheit wird als der wichtigste, aber auch schwierigste Schritt angesehen.

      Mit einer Kombination aus effektiver Aufklärung der Gemeinden, Überwachung, Diagnose und Behandlung sowie der Nutzung von Moskitonetzen, der Innenraum-Behandlung mit Insektiziden und weiteren Maßnahmen, kann die Übertragung von Malaria reduziert und die Krankheit für Namibier und ihre Nachbarn im Süden Afrikas voraussichtlich beseitigt werden.

      Für die 11-jährige Helena besteht heute eine realistische Chance, dass ihre Kinder ohne das Risiko einer Infektion mit dieser tödlichen Erkrankung aufwachsen – eine Chance, die Realität werden kann, wenn alle weiterhin zusammenarbeiten.

    TOP
    PROD-AEM