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    Schädlingsbekämpfung Moskitos Malaria und die Landwirtschaft

    Moskitos, Malaria und die Landwirtschaft

    Im Rahmen des jährlich begangenen Weltmalariatags und Weltmoskitotags würdigen Menschen weltweit den Kampf gegen Malaria und andere von Moskitos übertragene Krankheiten. Doch die Hälfte der globalen Bevölkerung kämpft täglich gegen diese Krankheiten, die zu den schwerwiegendsten auf der Welt gehören.

    Neben den erheblichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit verstärken solche Krankheiten auch Armut und Hunger. Das ist insbesondere in ländlichen und landwirtschaftlich geprägten Regionen der Fall. Es ist eine schreckliche Ironie, dass etwa die Hälfte der unterernährten Bevölkerung auf der Erde unter den Landwirten selbst zu finden ist. Kleinbäuerliche Gemeinschaften leben oft auf kleinen Parzellen in Gebieten, wo Krankheiten wie Malaria endemisch sind.

    Leben retten – Erträge steigern

    Landwirtschaft ist der wichtigste Beruf auf der Erde. Doch der Erfolg der Landwirte hängt stark von ihrer Gesundheit ab. Stimmt die Gesundheit nicht, hat es verheerende Folgen für das Geschäft Wenn eine von den Moskitos übertragene Krankheit einen Landwirt in der besonders wichtigen Saat-, Jät- und Erntezeit trifft, führt sie neben hohen Behandlungskosten zum Verlust von Arbeitskraft, Produktivität und Einkommen und verlangsamt die Einführung neuer landwirtschaftlicher Arbeitsweisen.

    Zu den indirekten Kosten der Malaria gehören der Verlust von Produktivität und Einkommen. Sie treffen insbesondere verarmte, ländliche, kleinbäuerliche Gemeinden

    Die Menschen in diesen endemischen Regionen leiden unter bis zu fünf Malariainfektionen pro Jahr. Die Auswirkungen eines schlechten Gesundheitszustands sind verheerend: Die verlorene Zeit während den wichtigen Perioden des landwirtschaftlichen Zyklus führt nicht nur zu Einkommensverlusten, sondern auch dazu, dass man sich und seine Familie nicht selbst ernähren kann.

    Die Forschung zeigt, dass in manchen Ländern die von Malaria betroffenen Landwirte nur 40 % ihrer Ernte einbringen können und durch die Krankheit bis zu 22 Arbeitstage verlieren.

    Jüngste Untersuchungen haben auch bewiesen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung von Malaria nicht nur Leben retten, sondern sich auch auf direktem Weg positiv auf die landwirtschaftlichen Produktivität auswirken. Wie einem 2015 Bericht des Journal of Health Economics zu entnehmen ist, zeigten Versuche mit Bauernfamilien in Sambia*, dass die Verteilung kostenloser Moskitonetze (eine der effektivsten Möglichkeiten, die Verbreitung von Malaria zu verhindern) den Wert der Ernte um 14,7 Prozent erhöhte – ein signifikanter Unterschied.

    Die wirtschaftliche Belastung durch Malaria senkt das BIP mancher Länder um bis zu 1,3 %. Die Krankheit ist eine der größten Hemmschwellen für die Entwicklung und den Aufschwung in Entwicklungsländern. Wären Malaria und andere Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden, besiegt, würde das nicht nur zu gesünderen Familien führen, sondern auch zu weniger Armut, zu Arbeitskräften, die sich besser selbst versorgen können, und zu einer aussichtsreicheren Zukunft für die Gemeinden.

    *Quelle: Health and Agricultural Productivity: Evidence from Zambia; Fink, G. and Masiye, F. Journal of Health Economics 42, 151-164, (2015).

    Malaria ist eine der größten Hemmschwellen für die Entwicklung und den Aufschwung in Entwicklungsländern.

    BASF beteiligte sich an diesem Film von Roll Back Malaria, in dem es um Malaria und Armut geht. (Englisch)

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