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    Schädlingsbekämpfung Hilfe zur Selbsthilfe für Kleinbauern in Kambodscha

    Hilfe zur Selbsthilfe für Kleinbauern in Kambodscha

      Der pensionierte BASF-Mitarbeiter Dr. Walter Zwick arbeitet seit vielen Jahrzehnten gemeinsam mit Kleinbauern in Kambodscha auf dem Feld. Dabei gibt er sein landwirtschaftliches Fachwissen weiter und unterstützt die Ausbildung der nächsten Generation. Ein langfristiges Engagement, das im Leben und bei der Existenzsicherung der lokalen Bevölkerung einen wirklichen Unterschied macht. Unterstützt wurde es auch von BASF – durch die Abgabe von 3.000 Moskitonetzen und einer finanziellen Unterstützung zur Anschaffung neuer Maschinen.

      Die Provinz Battambang im Nordwesten von Kambodscha liegt inmitten von Urwäldern und Bergen, ist aber auch reich an fruchtbarem Boden. Sie ist seit langem als die sogenannte „Reisschale“ des Landes bekannt. Das Leben für Kleinbauern und Landarbeiter kann hier jedoch hart sein. Viele kommen gerade so über die Runden. Wasserknappheit, veraltete Produktionstechniken und das allgegenwärtige Risiko einer Malariainfektion führen dazu, dass die Ernten häufig enttäuschend ausfallen. Die eigene Familie mit Nahrung zu versorgen, ist nicht leicht: Viele der Kinder hier sind unterernährt.

      Malaria ist zwar nur eines der Probleme, mit denen die Bauern konfrontiert sind, doch sie stellt nachweislich die größte Hürde für Wohlstand in vielen Schwellenländern dar. Auch wenn in den letzten 10 Jahren große Fortschritte bei der Bekämpfung von Malaria erzielt wurden, ist sie in diesem Teil von Kambodscha immer noch endemisch. Durchschnittlich erleiden die Menschen hier bis zu fünf Malariainfektionen pro Jahr. Für Kleinbauern kann dies mehrere Wochen Arbeitsausfall in wichtigen Perioden des landwirtschaftlichen Anbauzyklus bedeuten, was zu deutlich geringeren Ernteerträgen führt. Die Folgen sind verheerend: Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich Familien nicht ausreichend selbst versorgen können und für die Kinder erschweren die Auswirkungen von Unterernährung und verpasstem Schulunterricht ihre Zukunftschancen.

      Hilfe leisten und Wissen weitergeben

      Dr. Walter Zwick ist ein pensionierter BASF-Landwirtschaftsexperte und hat viele Jahre damit verbracht, mit Bauern vor Ort in Battambang zusammenzuarbeiten, um ihnen dabei zu helfen, ihr Leben und ihre Existenzgrundlage zu verbessern. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1999 schloss er sich dem „Senior Expert Service“ an und verbringt seitdem einige Monate pro Jahr in Kambodscha, wo er sein Wissen und seine Erfahrung weitergibt.

      In Zusammenarbeit mit Walter Zwick, überreicht Bischof Enrique Figaredo BASF Moskitonetzen an armen Familien in Battambang, Kambodscha. Weitere Netze würden über die Caritas den Flutopfern im Grenzgebiet zu Laos weitergereicht.

      In Zusammenarbeit mit Walter Zwick, überreicht Bischof Enrique Figaredo BASF Moskitonetzen an armen Familien in Battambang, Kambodscha. Weitere Netze würden über die Caritas den Flutopfern im Grenzgebiet zu Laos weitergereicht.

      Die Organisation dieser Spende zu unterstützen, ist jedoch nur ein kleiner Teil von Zwicks langfristigem Engagement in der Region. Um Zwicks Arbeit vor Ort zu unterstützen, hat BASF kürzlich 3.000 nachhaltige Insektizid-imprägnierte Interceptor®-Moskitonetze zur Verteilung vor Ort zur Verfügung gestellt. 
      Die Moskitonetze senken das Infektionsrisiko für Malaria und helfen dadurch sicherzustellen, dass Bauern auf ihren Feldern arbeiten und Kinder zur Schule gehen können. Die Netze wurden vor Ort an Familien mit geringem Einkommen und an Menschen verteilt, die von den jüngsten Überschwemmungen im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Laos betroffen waren.

      Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt seit vielen Jahren auf der Don Bosco Technical School in Phnom Penh und deren Modellfarm in Battambang. Mit der Unterstützung von Zwick konnte die Farm ihre Produktionstechniken verbessern und ihren Reisertrag deutlich steigern. Dank Zwicks Förderung wurde eine Trocknungsmaschine entwickelt. Außerdem hat die Farm damit begonnen, Gemüse anzubauen und Fische, Rinder, Schweine und Geflügel zu halten. Er hat sogar dabei geholfen, die Produktion von Biogas aus tierischen Abfällen einzuführen.

      Die Modellfarm produziert mittlerweile ausreichend Lebensmittel, um die Schulkinder vor Ort mit bis zu 800 Mahlzeiten pro Tag zu versorgen. Die Kinder profitieren dabei gleich doppelt – sie erhalten nahrhafte Mahlzeiten und besuchen die Schule viel häufiger, anstatt mit Kinderarbeit Geld zu verdienen.

      Eine Investition in die Zukunft

      „Es ist unerlässlich, die nächste Generation im Blick zu haben, wenn die Verbesserungen, die bis heute in der Region vorgenommen wurden, auch langfristig Bestand haben sollen“, so Zwick. Aus diesem Grund hat er auch der Unterstützung des landwirtschaftlichen Schulungszentrums viel Zeit gewidmet. Dort können Jungbauern neue Methoden erlernen und praktisch anwenden sowie den Umgang mit neuen Landmaschinen üben. BASF unterstützte auch hier und ermöglichte den Kauf einer Saatgutreinigungsmaschine.

      Doch nicht nur Kambodscha hat in den vergangenen Jahren von Zwicks Engagement und Erfahrung profitiert. Er hat darüber hinaus auch mit dem Senior Expert Service in Myanmar, den Philippinen und Weißrussland zusammengearbeitet, um die landwirtschaftlichen Methoden und Erträge für Bauern zu verbessern. Im Jahr 2017 wurde ihm das deutsche Bundesverdienstkreuz als Anerkennung für 14 Jahre Dienst als Senior Expert und landwirtschaftlicher Berater in Asien verliehen.

      Erfolg hängt laut Zwick in hohem Maße von der gewählten Vorgehensweise ab. „Es geht nicht darum, Ideen von außen aufzudrängen, sondern um den Austausch von Wissen und Verständnis sowie einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, fasst er zusammen. „Mit einem Engagement wie diesem kann ein wirklicher Wandel zum Besseren erreicht werden.“

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