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    Schädlingsbekämpfung Das New Nets Project

    Verstärkung der Abwehrfront gegen Malaria

      Der Kampf gegen Malaria erfordert Beharrlichkeit, Partnerschaft und Innovation. Da sich der Fortschritt verlangsamt hat, ist macht das „New Nets Project“ zu einer bahnbrechenden Initiative, um die Entwicklung neuer Instrumente zur Ausrottung dieser Krankheit voranzutreiben. Das innovative, mit Insektiziden behandelte Moskitonetz Interceptor® G2 von BASF ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.

      Im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte hat sich der Kampf gegen Malaria in die richtige Richtung entwickelt. Weltweite Anstrengungen seitens der Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen und vielen anderen Organisationen haben dafür gesorgt, dass die Anzahl der Malariaerkrankungen von Jahr zu Jahr zurückgegangen ist. Im Jahr 2017 stieg die Zahl jedoch wieder an. Das Ziel, Malaria auszurotten, ist jedoch durch den Einsatz innovativer neuer Instrumente immer noch erreichbar.

    Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge verhinderten mit Insektiziden behandelte Moskitonetze zwischen 2001 und 2015 mehr als 450 Millionen Malariaerkrankungen in Subsahara-Afrika.

      Im Kampf gegen Malaria haben lang wirkende insektizid imprägnierte Moskitonetze eine entscheidende Rolle gespielt. Sie schützen den einzelnen Menschen und vor allem die Gemeinschaft, indem sie Moskitos töten und sie daran hindern, die Krankheit weiter zu verbreiten.

      Achim Reddig, der die globale Geschäftseinheit Öffentliche Gesundheit in der BASF leitet, hat in Südamerika selbst erlebt, welche Auswirkungen solche Netze haben können. „Netze reduzieren nicht nur das Auftreten von Malaria; sie verbessern auch das Lebensqualität der Betroffenen, indem sie ihnen ermöglichen, zur Arbeit, und den Kindern, zur Schule zu gehen“, sagt er.

      Die Moskitopopulationen werden jedoch immer resistenter gegen Pyrethroide, die einzige seit den 1980er Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Insektizid-Klasse für Bettnetze. Es ist jetzt dringend notwendig, neue Instrumente zu entwickeln und zu testen. Das New Nets Project zielt darauf ab, diesen Prozess zu beschleunigen, um die Wirksamkeit für eine neue Generation von Netzen zu belegen, die mit verschiedenen Arten von Insektiziden behandelt werden.

    Das mit Insektiziden behandelte Moskitonetz Interceptor® G2 von BASF ist ein wesentlicher Bestandteil des New Nets Project zur Bewertung innovativer neuer Hilfsmittel zur Bekämpfung von Malaria.

      Das New Nets Project wird vom Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria sowie von Unitaid mitfinanziert, die jeweils 33 Millionen US-Dollar investieren. Darüber hinaus beteiligen sich andere Finanzierungspartner am Projekt, darunter die Malaria-Initiative des US-Präsidenten und die Bill & Melinda Gates Foundation. Zur Durchführung des Projekts wurde ein Expertenkonsortium unter Leitung des Innovative Vector Control Consortium (IVCC) ernannt.

      Das Interceptor® G2-Moskitonetz von BASF ist eines der Netze, das im Rahmen des Projekts getestet wird. Im Gegensatz zu anderen Bettnetzen ist das Interceptor® G2 mit zwei Wirkstoffen behandelt – dem Pyrethroid Alphacypermethrin und Chlorfenapyr. Chlorfenapyr ist eine neue Insektizid-Klasse, die BASF nun für die Verwendung im Gesundheitswesen einsetzt. Es hat einen einzigartigen Wirkungsmechanismus, so dass es gegen Moskitos wirkt, die gegen Pyrethroide resistent sind.

      „DER KAMPF GEGEN MALARIA HAT EINEN STILLSTAND ERREICHT. WIR GLAUBEN, DASS DIE RESISTENZ GEGEN INSEKTIZIDE EIN GRUND DAFÜR IST. WIR HALTEN ES DAHER FÜR WICHTIG, DIEJENIGEN NETZE GENAUER ZU BETRACHTEN, DIE MIT INSEKTIZIDEN BEHANDELT SIND, GEGEN DIE SICH NOCH KEINE RESISTENZEN ENTWICKELT HABEN. DAS NEW NETS PROJECT WIRD EINIGE DER WISSENSLÜCKEN IN BEZUG AUF DIE WIRKSAMKEIT RUND UM DIESE NEUEN INSTRUMENTE FÜLLEN. DAMIT KÖNNEN WIR SICHER STELLEN, DASS WIR BEREIT SIND, DIE VERTEILUNG SCHNELL AUSZUBAUEN, FALLS UND SOBALD DIE WHO EINE RICHTLINIENEMPFEHLUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG IHRER ALLGEMEINEN NUTZUNG BEKANNTGIBT.“
      Kate Kolaczinski, Managerin des New Nets Projects innerhalb des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria

      Nach elf Jahren Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit IVCC, der London School of Hygiene and Tropical Medicine und anderen Gremien erhielt BASF 2017 von der WHO eine Interimsempfehlung für das Interceptor® G2 Netz.

      Dies bedeutet, dass das neue Netz die Moskitos wirksam bekämpft, keine Gefahr für die Benutzer darstellt, die es verwenden, und bereits von Gesundheitsministerien beschafft werden kann. Es hat jedoch einen höheren Preis, was die Tatsache widerspiegelt, dass es zwei Wirkstoffe enthält. Bevor die Gesundheitsministerien es in großem Maßstab in Gebieten mit Insektizidresistenz bereitstellen können, sind epidemiologische Studien erforderlich. Diese Studien sollen zeigen, dass es einen zusätzlichen Wert für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung erbringt, indem die Anzahl der Malariaerkrankungen in größerem Maße reduziert werden als bei herkömmlichen Pyrethroid-Netzen.

      Epidemiologische Studien sind nach den üblichen WHO-Verfahren komplex, kostspielig und dauern viele Jahre. Inzwischen wächst die Resistenz der Moskitopopulation, wodurch das Schlüsselinstrument im Kampf gegen Malaria weniger wirksam wird. Es besteht daher ein wachsendes Gefühl der Dringlichkeit in der Gemeinschaft, die sich dem Kampf gegen Malaria verschrieben hat. Aus diesem Grund hat sich das New Nets-Konsortium zusammengetan, um diese Tests und entsprechende Pilotversuche voranzutreiben.

    Im Rahmen des New Nets Project werden mehr als zwei Millionen Interceptor® G2-Netze in Dörfern in Subsahara-Afrika verteilt, wo die Resistenz gegenüber herkömmlichen, nur mit Pyrethroid behandelten Bettnetzen zunimmt.

      Im Jahr 2018 wurden 40.000 Interceptor® G2-Netze für randomisert-kontrollierten Studien, die von der britischen Regierung und dem Wellcome Trust finanziert werden, an Dörfer in Tansania, Ostafrika, verteilt. Im Rahmen des New Nets Project wird im Jahr 2020 eine zweite Studie in Benin, Westafrika, gestartet.

      Der durch die neuen Netze erreichte Rückgang an Malariaerkrankungen wird in derselben Studie mit der Leistung herkömmlicher Netze verglichen. Die Hoffnung ist, dass die Ergebnisse zeigen, dass diese neuen Instrumente den Kampf gegen Malaria auf die nächste Stufe bringen können.

      „Wir müssen die Anstrengungen in den Ländern mit der höchsten Belastung intensivieren und lernen, wie man neue Instrumente gezielt gegen Malaria einsetzt. Das bedeutet zu verstehen, welche Instrumente wo eingesetzt werden müssen und welche dAS BESTE Preis-Leistungs Verhältnis und die grOSStmögliche Wirkung bieten. Unser Ziel ist es, den Prozess zu beschleunigen, indem wir den Wert der Produkte der nächsten Generation ermitteln.“
      Alexandra Cameron, Senior Technical Manager bei Unitaid

      Parallel dazu werden 2019 weitere zwei Millionen Interceptor® G2-Netze nach Burkina Faso geliefert, um im Rahmen eines Pilotprojekts die Wirksamkeit und den Wert für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung zu überprüfen. Auf diese erste gezielte Kampagne folgen Kampagnen in Ruanda, Mali und Mosambik.

      „Das New Nets Project wird das Interceptor® G2 Netz in die Regionen bringen, in denen es am dringendsten benötigt wird und in denen die Resistenz zunimmt. Gleichzeitig wird es dazu beitragen, das Netz durch die letzte Meile des WHO-Prozesses zu bringen“, sagt Reddig. „Ziel ist es, der Malaria-Gemeinschaft die dringend benötigte Innovation schneller zur Verfügung zu stellen.“

      Die Interceptor® G2-Netze sind nicht als Ersatz für herkömmliche Netze gedacht. Die gezielte Einführung dieser Netze trägt dazu bei, die Resistenz gegen Insektizide einzudämmen und die kostengünstigeren herkömmlichen Netze länger wirksam zu halten.

      In dem das New Nets Project das Preisniveaus und die Mengen garantiert, werden auch Investitionen in die zukünftige Forschung für BASF nachhaltiger. „Wir freuen uns sehr, dass wir zu dieser nächsten Phase des Kampfes gegen Malaria beitragen können“, sagt Reddig. „Dank der großzügigen Unterstützung des Globalen Fonds und von Unitaid und der von IVCC und anderen Partnern bereitgestellten Expertise können wir die Netze in den für die Rettung von Leben erforderlichen Mengen in die Länder bringen.“

      „Die Bemühungen von Chemieunternehmen auf diesem Gebiet können UMWÄLZEND sein. AuSSer ihnen verfügen NICHT VIELE über das Know-how, um neue Chemikalien von Grund auf zu entwickeln. Angesichts der zunehmenden Resistenzen gegen Insektizide sollten die Innovationsanstrengungen von BASF unterstützt und GEWÜRDIGT werden.“
      Dr. Nick Hamon, CEO des Innovative Vector Control Consortium

    Nick Hamon, CEO des IVCC und Gründer der Kooperationsinitiative ZERO by 40 zur Ausrottung von Malaria, führt das New Nets Project-Konsortium an.

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