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    Schädlingsbekämpfung Resistenz gegen Insektizide

    Durchbruch beim Kampf gegen resistente Moskitos

    BASF hat von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine wichtige Empfehlung für Interceptor® G2, ein langwirkendes, insektizid-behandeltes Moskitonetz erhalten, um resistente Moskitos zu bekämpfen. Dies ist seit mehr als 30 Jahren die erste WHO-Empfehlung für ein Produkt, das auf einer neuen Klasse von Insektiziden basiert.

    In einer über 10-jährigen Zusammenarbeit mit dem Innovative Vector Control Consortium (IVCC) und der London School of Hygiene & Tropical Medicine ist es BASF-Wissenschaftlern gelungen, Chlorfenapyr für die neue Anwendung auf Moskitonetzen wirksam einzusetzen und die strengen WHO-Richtlinien für die öffentliche Gesundheit zu erfüllen.

    Das neue Netz basiert auf einer Kombination von Alpha-Cypermethrin und Chlorfenapyr - eine vollkommen neue Klasse von Insektiziden zur Bekämpfung von Moskitos im Bereich Öffentliche Gesundheit. Interceptor® G2 ist das erste Moskitonetz mit einem Wirkstoff, der nicht nur auf Pyrethroiden basiert. Seit den 80er Jahren ist dies die erste WHO-Empfehlung für ein Produkt, das auf einer neuen Klasse von Insektiziden basiert.

    Die Vorbeugung und Heilung von Malaria ist möglich. Seit 2010 konnten mithilfe der insektizid-behandelten Moskitonetze rund sieben Millionen Leben gerettet werden, vor allem das von Kleinkindern. Allerdings könnte das Problem der steigenden Resistenz gegen die im Bereich Öffentliche Gesundheit eingesetzten Insektizide den Fortschritt der vergangenen Jahre bedrohen. Alternativen wie Chlorfenapyr werden dringend gebraucht.

    Ein zweites Chlorfenapyr-Produkt, Sylando® 240SC, ein Spray zur Anwendung auf Decken und Wänden in Innenräumen, befindet sich ebenfalls in der Endphase der WHO-Evaluation.

    Interceptor® G2 – Wirksamkeit bewiesen

    Unabhängige Feldstudien in Benin, Burkina Faso, Tansania und der Elfenbeinküste haben die Wirksamkeit von Chlorfenapyr-Produkten der BASF gegen insektizid-resistente Moskitos bewiesen.  

    Das Feldstudienergebnis des Innovative Vector Control Consortium zeigt, dass das innovative langwirkende insektizidbehandelte Moskitonetz der BASF, Interceptor® G2, effektiv Moskitos bekämpft, die gegen Insektizide resistent sind. Diese Neuentwicklung stellt einen bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch dar, um Malaria in Regionen zu bekämpfen, in denen konventionelle Netze aufgrund von Resistenzen nicht mehr wirken.

    Chlorfenapyr – ein neuer Ansatz

    Langwirkende insektizidbehandelte Moskitonetze und Sprays für Innenräume sind die Eckpfeiler der Malariavorbeugung, insbesondere in Afrika südlich der Sahara. 60 Länder berichten jedoch bereits von Resistenzen gegen mindestens eine Klasse der bisher eingesetzten Insektizide.

    Ein Teil des Problems besteht darin, dass es bislang nur vier WHO-empfohlene Insektizid-Klassen zur Moskitobekämpfung gibt. Nur eine davon, die Pyrethroid-Klasse, wurde für die Anwendung auf Moskitonetzen empfohlen. Die kontinuierliche Verwendung derselben Insektizide hat dazu geführt, dass die äußerst anpassungsfähigen Moskitos signifikante Resistenzniveaus entwickelt haben.

    Interceptor® G2 ist jetzt das erste WHO-empfohlene insektizidbehandelte Netz, das nicht nur auf Pyrethroiden basiert. Die innovative Kombination von Alpha-Cypermethrin und Chlorfenapyr, schutzt schlafende Menschen und bekämpft gleichzeitig insektizidresistente Moskitos.

    Der WHO-Empfehlung folgend kann BASF nun die Einführung von Interceptor G2 zur Malariabekämpfung vorbereiten. Das neue Moskitonetz wird voraussichtlich ab Ende dieses Jahres für Gesundheitsbehörden und Hilfsorganisationen verfügbar sein. Der genaue Zeitpunkt ist von den lokalen Zulassungsverfahren abhängig.