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    Landwirtschaft im Weltall
    Pflanzenschutz Landwirtschaft im Weltall


    Der wichtigste Beruf auf der Erde … und darüber hinaus

    Begleiten Sie uns auf unserem Weg zum Weltall!  Folgen Sie Maria, Raphael, David (Studenten), Sebastian (Wissenschaftler bei der BASF) und Carol (Kommunikationsbeauftragte bei der BASF) nach Cape Canaveral in Florida. Verfolgen Sie aktuelle Nachrichten rund um das spannendste und ambitionierteste Forschungsprojekt, an dem wir bisher beteiligt waren.

    Aktuelle Nachrichten – Die Rakete ist abgehoben! 19. Februar 2017

    Ja! Wir sind gestartet! Das V3PO Team feiert den Raketenstart nach dreijähriger Vorbereitungszeit.

    Heute Morgen wurde das Team von schweren Regengüssen begrüßt. Jedoch zeichneten sich bei der Abfahrt zum Strand erste Sonnenstrahlen am Horizont ab. Von dort aus sollte der verschobene Raketenstart der SpaceX Dragon 9 Rakete zur ISS beobachtet werden.

    Was für ein Gegensatz zur gestrigen VIP Veranstaltung. Heute haben die V3PO Studenten einen Platz an einem Holzsteg ausgemacht, an dem auch sich auch Einheimische, Touristen, Fotografen und Angler eingefunden haben. Die Atmosphäre war eher gedämpft. Jeder hat die Vorbereitungen des Countdowns auf den Mobiltelefonen verfolgt. Als die Startkontrolle den Raketenstart freigegeben und der Countdown begonnen hat, war jedem klar, dass die Rakete dieses Mal sicher startet würde.

    Es war totenstill, einzig das Geräusch der Trägerrakete konnte man über die Mobiltelefone hören. Alle haben fieberhaft auf die Wolken geblickt, um die Rakete zu sehen. Und da war sie! Ein winzig leuchtender Fleck, der durch die Wolken flog. Nach einigen Minuten durchbrach die Rakete dann auch die Schallmauer und ein lauter Knall brachte alle Menschen zum Jubeln.

    Nach einigen Minuten, in denen alle ziemlich ungläubig in den Himmel starrten – das Experiment war tatsächlich auf dem Weg zur ISS – konnte man Erleichterung in den Gesichtern der Studenten erkennen und alle haben sich gegenseitig umarmt, auf die Schultern geklopft und geklatscht. Und dann war es auch vorbei. Das Team ging langsam zum Haus, welches sie für die Zeit in den USA angemietet hatten, zurück und eine Stunde später waren sie auch schon auf dem Weg zum Flughafen, um zurück nach Deutschland zu fliegen. Was für eine emotionale Zeit mit zahlreichen Höhen und Tiefen!

    Herzlichen Glückwunsch an V3PO! Das ist nur der Anfang eures Projektes. Mal sehen wie es das Leben der Menschheit in der Zukunft verändern wird.

    Auf dem Weg zum Start

    V3PO-Lehrerin, Brigitte Schuermann und die junge Wissenschaftlerin Maria Koch sind sehr glücklich

    Nur ein kleiner Schweif am Horizont, aber für das V3PO-Team ist das der Höhepunkt der letzten der Jahren

    Ein Raketenstart in Cape Canaveral ist eine Attraktion

    Aktuelle Nachrichten – 18. Februar 2017

    The team can't believe it. The launch was cancelled just 13 seconds before lift off. Das Team kann es nicht fassen. Der Start wurde 13 Sekunden vor dem Abheben abgebrochen.

    Mit Sonnenaufgang waren Maria, David und Raphael beim NASA Treffpunkt. Es sah nach einem vielversprechend schönen Tag aus. Alle Vorhersagen waren positiv für den Raketenstart. Mit ihren VIP Ausweisen ausgestattet, hat sich das Team mit den anderen Gästen im Kennedy Space Center eingefunden.

    Von der Dachterrasse aus hatte das Team die Raketenplattform 39A, von der die SpaceX Rakete Falcon 9 starten sollte, gut im Blick. Von dort aus sind alle Apollo Missionen zum Mond gestartet. Sogar Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, war beim VIP Empfang anwesend (leider wurde er schnell wieder weggebracht bevor irgendjemand Fotos machen konnte!). Die offiziellen Repräsentanten der NASA, der ISS und von SpaceX haben alle anwesenden Gäste herzlich willkommen geheißen und inspirierende Präsentationen über den heutigen Raketenstart sowie die Bedeutung der Weltraumforschung gehalten.

    Eine Minute vor dem Raketenstart, trat plötzlich Stille ein – alle schauten auf die Raketenplattform und warteten darauf, dass der Countdown beginnt. Die technischen Prüfungen wurden über die Lautsprecher übertragen. Plötzlich kam die Stimme der Startkontrolle und sagte „Halt, halt, halt“ und 13 Sekunden vor dem Raketenstart wurde der Abflug abgebrochen.

    Ein enttäuschender Moment für die V3PO Studenten – sie haben auf diesen Moment drei Jahre gewartet. Die Gesichter haben in diesem Moment Bände gesprochen -zunächst Fassungslosigkeit, gefolgt von unglaublicher Enttäuschung.

    Die NASA hat einen neuen Versuch für morgen, 19. Februar um 9.38 lokale Uhrzeit, angekündigt. Dann wird es allerdings keine besondere VIP Veranstaltung im Kennedy Space Center geben. Die Studenten freuen sich schon jetzt auf das Erlebnis, denn sie werden vom Strand aus den Raketenstart beobachten!

    Aktuelle Nachrichten – 17. Februar

    Ein weiterer anstrengender, aber spannender Tag für das V3PO-Team. Nach einem Fotoshooting im Kennedy Space Center und zwei Live-Interviews in den Sozialen Medien haben sich unsere Space Farming Studenten wieder an die Arbeit gemacht. Maria hat die Stecklinge für die ISS ausgewählt. Sie wurden von David gemessen, um sicherzustellen, dass sie die richtige Größe haben. Raphael hat sie anschließend in die kleine Agar-Box gepflanzt.

    Um 15 Uhr waren sie fertig, und die V3PO-Weltraumingenieure Maria und Chris haben die finalen Vorbereitungen getroffen: Sie haben die Box in den äußeren Behälter gestellt und die Stromkabel verbunden, bevor die Behälter zusammengeschraubt wurden. Mithilfe eines Computerprogramms haben sie die Lichter überprüft. In kurzen Videos konnten sie sich sogar die Pflanzen im Behälter anschauen.

    Anschließend musste das Team eine lange Wartezeit bis zum Abend überbrücken. Dann nämlich kam das Team von Nanoracks, um die finale Dokumentation und Überprüfungen für ihr Experiment durchzuführen. Um 19 Uhr konnten sie das Experiment endlich übergeben, es wurde anschließend direkt zum Raketenstartplatz gebracht, um auf die Rakete verladen zu werden.

    Was für ein Tag!

    Aktuelle Nachrichten - 16. Feb, 2017

    Landwirt, der wichtigste Beruf auf der Erde… und definitiv darüber hinaus!

    Die gestrige Aufgabe der Studenten war es den Agar vorzubereiten. Dies haben sie bereits einige Male in den BASF Laboren geübt. Agar ist eine geléeartige Substanz, die aus Algen gewonnen wird. Sie kann mit weiteren Zusätzen angereichert werden, um die Stecklinge zu schützen und die Nährstoffe abzugeben, die die Pflanzen während des Versuches benötigen. Maria und David haben den Agar zu einer dickflüssigen, klaren Substanz verrührt und Raphael hat die Fungizide der BASF, sowie einen antibakteriellen Wirkstoff hinzugefügt, damit die Stecklinge gesund bleiben. Der nächste Schritt wird sein, dass sie kleine Stecklingen von der ficus pumila Pflanze schneiden und diese in den Agar legen.

    Im Laufe des Tages waren auch Carl und Mary von Nanoracks im Labor und haben die Transportbox mit Barcodes und Anweisungen beschriftet. Sobald das Experiment auf der ISS angekommen ist, wissen die Astronauten mit Hilfe der Beschriftungen exakt was im Container, wo oben und welches die vorgesehene Richtung ist. Carl hat dabei berichtet, dass die Astronauten regelmäßig Dinge finden, die über die Jahre auf der Raumstation einmal verloren gegangen sind – die Barcodes sollen nun dabei helfen, dass jeder weiß, wo sich die Experimente befinden!

    Am späten Nachmittag haben die Studenten ihr erstes Interview mit der Zeitung ihrer Heimatstadt Ravensburg gegeben. Maria hat dem Journalisten berichtet, dass alle drei nun Landwirtschaft an der Universität studieren und damit auch eine neue Phase in ihrem Leben begonnen hat. Gestern war es sehr windig und Florida. Das V3PO Team verfolgt nervös die Wettervorhersage für den Raketenstart am Samstag. Wenn es zu windig ist, dann könnte die NASA den Start erneut verschieben. Also drücken wir die Daumen, dass alles klappt!

    Mit viel Vorsicht bereitet Maria das Experiment vor.

    Das V3PO Team fühlt sich schon fast wie zu Hause in den Laboren der NASA!

    Die Nachwuchswissenschaftler machen die Bühne frei für künftige Innovationen.

    Der ficus pumila macht sich auf seine längste Reise

    Aktuelle Nachrichten – 15. Feb., 2017

    Die Ficus pumila Pflanzen sind im Labor in den besten Händen.

    Das V3PO Team war schwer damit beschäftigt, den AFEX Container im Space Life Sciences Lab vorzubereiten. Bevor sie die Versuchsanordnung einrichten, müssen David, Maria und Raphael zunächst den Container aufbauen. Ein Techniker des Herstellers Intrinsyx hat das Team am Montag besucht und ihnen die Konstruktion erklärt. Ihnen wurde auch gezeigt, wie sie die Software mit dem Container verbinden müssen. Diese sorgt dafür, dass die Stecklinge Licht erhalten und ihre Entwicklung in regelmäßigen Abständen fotografiert wird. Mit Pinzetten fügen die Nachwuchsforscher kleine Membrane in den Container ein und fixieren diese mit kleinen Schrauben. Die Membrane sind notwendig, damit eine Luftzirkulation innerhalb des Containers und nach außen möglich ist.

    Und übrigens, den Ficus pumila Pflanzen geht es weiterhin sehr gut. Sie werden vom Laborteam und den Studenten gepflegt! Weiter so!

    Währenddessen hat die SpaceX Rakete im Kennedy Space Center den ersten statischen Test der Antriebsraketen erfolgreich absolviert. Die Rakete wird von der Startrampe #39 zur ISS starten. Das ist der Ort, von dem die Apollo Missionen gestartet sind. Zuletzt wurde die Rampe für den letzten Flug des Space Shuttle Programms genutzt.

    BASF ist stolz darauf, das Forschungsprojekt zur Landwirtschaft im Weltall zu unterstützen. Worum geht es? Wer ist hier dabei und warum könnte dieses Projekt so wichtig für die Zukunft der Nahrungsmittel sein? Im Fernsehbericht des SWR erfahren Sie mehr rund um „V3PO“, das Projekt zur Landwirtschaft im Weltall.

    Was braucht es, um Nahrung im All anzubauen?

    Wir unterstützen Maria, David und Raphael aus Ravensburg, Deutschland, weil wir von ihrem visionären Projekt überzeugt sind. Dadurch erhalten wir nicht nur Erkenntnisse in das Pflanzenwachstum im All, sondern auch Inspiration für neue Wege und Möglichkeiten Nahrung anzubauen.

    Landwirt ist der wichtigste Beruf auf der Erde. Und er gewinnt auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung. Steigende Bevölkerungszahlen und begrenzte Ressourcen sind große Herausforderungen der künftigen Nahrungsversorgung. Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Landwirtschaft, bereitet sich BASF auf die Zukunft vor und sucht neue Wege, um diese Herausforderungen zu meistern. So werden auch solche Wege unterstützt, die über konventionelles landwirtschaftliches Denken hinausgehen.

    Moderne Pflanzenforschung auf kleinem Raum: Das Bild zeigt den Container für die Stecklinge ‘AFEx Habitat’. Er hat zwei Kammern und ist kleiner als ein Getränkedose.

    Die drei Schüler des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums der Edith-Stein-Schule in Ravensburg nennen ihr Projekt „V3PO“ (Vegetative Vermehrungsfähigkeit von Pflanzen im Orbit). Sie wollen herausfinden, ob Gemüse im Weltall vegetativ angebaut und vermehrt werden kann und so frische Lebensmittel bei Weltraummissionen zur Verfügung stehen.

    Damit haben sie die BASF und NASA neugierig gemacht. Während BASF das Projekt wissenschaftlich unterstützt, hat die NASA einen Platz für den Versuch auf der Internationalen Raumstation (ISS) reserviert. Es ist das erste deutsche Schulforschungsprojekt, das von der NASA unterstützt wird.

    Im 2017, werden Maria, Raphael and David nach Cape Canaveral reisen. Dort werden sie zwei kleine eigens angefertigte Experimentiercontainer.  In jeden Container kommen Stecklinge der Ficus pumila. Die Stecklinge werden von NASA Astronauten 30 Tage im All beobachtet. Parallel dazu läuft auf der Erde ein Kontrollexperiment, das von den Schülern betreut wird. Für das passende Versuchsdesign haben die Schüler bei den Wissenschaftlern am BASF-Agrarzentrum Limburgerhof ein Praktikum absolviert. In den Laboren des Kennedy Space Centers in Florida werden sie den Versuch für den Flug zur ISS vorbereiten.

    Im folgenden Video erklären Maria, Raphael und David ihre visionäre Idee:

    overview

    Die Pflanze im Weltall: Ficus pumila

    Es war nicht einfach den richtigen „Passagier“ für den Flug zur ISS zu finden. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    Es war nicht einfach den richtigen „Passagier“ für den Flug zur ISS zu finden. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    Die Pflanze muss die strengen Bedingungen für den Weltraumflug erfüllen: Sie bzw. ihre Blätter (von denen Teile als Stecklinge genutzt werden) müssen klein sein, weil auf dem Transportflug nur wenig Platz zur Verfügung steht. Sie muss Temperaturen von 4 - 30 °C verkraften können, die auf dem Hinflug herrschen. Und sie muss schnell Wurzeln bilden können, da die Zeit auf der ISS mit 30 Tagen begrenzt ist. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    Nach längerer Suche haben die Schüler den perfekten Kandidaten gefunden: Ficus pumila. Ficus pumila ist ein Mitglied der Gattung Ficus. Zu weiteren Mitgliedern dieser Gattung zählen die bekannten Zierpflanzen Ficus benjamini und Ficus carica – der Baum, der die Feigenfrüchte produziert, die der Gattung ihren Namen gaben. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    Da es nicht erlaubt ist, Pflanzen in die USA einreisen zu lassen, müssen die Schüler für ihre Stecklinge erst einmal einen passenden Ficus pumila vor Ort finden. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    In den Laboren der NASA werden die Schüler dann von der Pflanze 15mm große Stecklinge abschneiden und diese vorsichtig in einen mit dem Nährmedium Agar – als Bodenersatz – gefüllten Behälter setzen. 72 Stunden vor dem Raketenstart übergeben die Schüler dann ihren Versuchsaufbau an das NASA-Team. Klicken Sie auf das nächste Bild um mehr zu erfahren.

    Die meisten von uns kennen Ficus pumila als eine in Haus und Garten verwendete Zierpflanze. BASF Forscher Sebastian Rohrer erklärt „Ficus pumila wird als eine Art Stellvertreter für Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken oder Paprika eingesetzt. Dieser Ansatz ist gängige wissenschaftliche Praxis.“

    Projekteinblicke

    Bisher haben sich die in der Schwerelosigkeit durchgeführten Versuche auf das Wachstumsverhalten von Samen konzentriert. Das V3PO-Projekt geht einen Schritt weiter.  

    Vom Schülerlabor ins Weltall

    Wer verbirgt sich eigentlich hinter V3PO? Lernen Sie die Mitglieder eines der aufregendsten landwirtschaftlichen Forschungsprojekte kennen, die BASF je begleitet hat.

    (Welt-) Raum für Gedanken

    Brigitte Schürmann ist die Lehrerin, die hinter dem V3PO Projekt steht. Während das Team sich auf den Raketenstart zur ISS vorbereitet, spricht sie über die Höhen und Tiefen der vergangenen zwei Jahre.

    Die Unterstützer von V3PO

    BASF gehört zu den Hauptsponsoren von V3PO und ist das einzige Unternehmen, das dem Projekt wissenschaftliche Ressourcen und Unterstützung bietet. Die Möglichkeit, das Projekt V3PO auf der ISS untersuchen zu lassen wurde durch die Unternehmen DreamUp und NanoRacks LLC möglich gemacht. Beide Unternehmen haben ein Übereinkommen („Space Act Agreement“) mit dem Nationalen Labor der NASA. 

    Neben BASF und DreamUp/NanoRacks sind weitere Sponsoren: Intrinsyx, mymicrogravity, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, inside Unternehmensberatung, Airbus sowie die Kreissparkasse Ravensburg.  (Foto: Jesper Rais)