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    Pflanzenschutz und Saatgut Samruddhi - Ein Ausbildungsprogramm für Landwirte in Indien

    Samruddhi: Ein Ausbildungsprogramm für Landwirte in Indien hilft, die Produktivität im Sojaanbau zu steigern

      „Als ich in der Landwirtschaft anfing, dachte ich, das sei eine der schwersten Arbeiten überhaupt“, sagt Ajay Sahebrao Thakre.

    Ajay auf einem seiner Sojafelder

      Ajay ist ein junger Sojalandwirt in der Kleinstadt Amravati im indischen Bundesstaat Maharashtra. Er stammt aus einer Bauernfamilie. Wie so viele junge Landwirte in Indien lernte er alles von seinem Vater. Leider konnte er auf dieser Basis den Ertrag auf seinen Feldern nicht steigern. „Mir fehlte das Wissen, wie ich ein besseres Ergebnis erzielen kann, welche Technologien es gibt und wie ich sie am effizientesten einsetze“, erklärt Ajay.

      Das Problem, das der junge Landwirt schildert, stellt auch für viele andere indische Landwirte eine große Herausforderung dar. Indien ist der fünftgrößte Sojabohnenproduzent der Welt. Gleichzeitig benötigt das Land jedoch fast doppelt so viel Anbaufläche wie andere Länder - für die gleiche Menge an Ertrag. Der Grund dafür ist die relativ niedrige Produktivität pro Hektar. Über die letzten Jahre gab es verschiedene Erklärungsansätze für diese Situation: von der widersprüchlichen Agrarpolitik über die nationale Flurbereinigung bis hin zu dem fehlenden Wissen über moderne Anbaumethoden.

      Die Wissenslücke war auch für Ajay die größte Hürde, die es zu bewältigen galt. Seit BASF jedoch seinen Weg kreuzte, sind die Schwierigkeiten weniger geworden. Ajay schloss sich dem Samruddhi-Programm an: eine Initiative die für jene Landwirte entwickelt wurde, die ihre Produktivität und ihre landwirtschaftlichen Wissen verbessern wollen. Gleichzeitig lernen sie wie gute landwirtschaftliche Praxis funktioniert.

      Schädlingsidentifizierung in Ajays Feld

      BASF stellte dieses Programm erstmals 2007 vor. Seitdem fahren die Samruddhi-Agronomen von BASF in die Dörfer und informieren interessierte Landwirte über agronomische Methoden und Praktiken. Neben den öffentlichen Vorträgen erhalten die Landwirte auch persönliche Beratung und praktische Anleitungen auf dem eigenen Feld. Andere Landwirte können an diesen Demonstrationen teilnehmen und auf diese Weise ganz direkt erfahren, wie sich Ertragsqualität und Produktivität verbessern lassen – nicht zu vergessen auch die Arbeitsbedingungen.

      „Über das Programm habe ich verschiedene neue Praktiken kennengelernt“, sagt Ajay, „angefangen bei der Saatgutbehandlung über die Aussaatmethoden und -bedingungen bis hin zum sicheren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.“ Durch die Umsetzung dieser neuen Ansätze konnte er im vergangenen Jahr die Produktivität seiner Sojabohnenfelder tatsächlich deutlich erhöhen. „Der Unterschied ist ein Doppelzentner pro Acre – das entspricht etwa 500 kg pro Hektar“, sagt er zufrieden.

      Im Rahmen des Samruddhi-Programms hat BASF Ajay sogar zum Margdarshak nominiert. Margdarshaks sind Landwirte, die sich noch über das Samruddhi-Programm hinaus weiterbilden. So können sie ihrerseits die Landwirte in ihren Dörfern schulen und auch auf regionaler Ebene ihre Erfahrung und ihr Wissen weitervermitteln. „Wenn ich in die umliegenden Dörfer fahre oder Nachbarn und Freunde besuche, die auch Landwirte sind, dann versuche ich immer, meine Kenntnisse zu teilen und von meinen guten Erfahrungen zu erzählen. Ich möchte alle anderen motivieren, ihre Produktivität und ihre Methoden ebenfalls zu verbessern, so wie ich“, sagt Ajay mit einem Lächeln.

      Alle Teilnehmer des Samruddhi-Projekts erhalten individuelle Unterstützung und Trainings für einen Zeitraum von zwei Jahren. Danach können sie sich für weitere Unterstützung an ein eigens eingerichtetes Callcenter wenden.

      Von dem zusätzlichen Einkommen, das Ajay dank seiner gesteigerten Produktivität erwirtschaftet hat, möchte er noch mehr Land kaufen. „Jetzt rentiert sich die Landwirtschaft für mich. Sie ist zu einem guten Geschäft geworden“, erklärt er stolz.

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