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    Hinter den Kulissen: Das V3PO-Projektteam

      Vom Schülerlabor ins Weltall: Drei Abiturienten aus Ravensburg wollen mit ihrem Projekt „Vegetative Vermehrungsfähigkeit von Pflanzen im Orbit“, kurz „V3PO“, herausfinden, wie sich Pflanzenstecklinge und deren Wurzeln in der Schwerelosigkeit verhalten. Im Februar wird eine NASA-Rakete mit den Stecklingen zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Doch wer verbirgt sich eigentlich genau hinter dem klangvollen „V3PO“? Klicken Sie mit der Maus auf das Bild und lernen Sie die Mitglieder eines der aufregendsten landwirtschaftlichen Forschungsprojekte kennen, die BASF je begleitet hat.

    David hat viele Hobbies: er arbeitet gerne auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie, spielt Tischtennis und Posaune im Musikverein – oder er führt Versuche in der Schwerelosigkeit durch. In dem Forschungsprojekt V3PO kommen die Leidenschaften des Schülers zusammen: Den 20-jährigen begeistern an der Wissenschaft die Kreativität und die Möglichkeit, Neues zu entdecken sowie die Aspekte Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen. Die Landwirtschaft hingegen beschreibt er als sein „Zuhause“. Umso interessanter war es für ihn deshalb, Teil eines Projektes zu werden, das die Landwirtschaft ins All bringen könnte. Die Einblicke in ganz verschieden Bereiche, die er bislang im Rahmen der Forschungsarbeiten erhalten hat, sowohl in der Forschung als auch bei der Sponsorensuche sowie der außergewöhnliche Versuchsrahmen machen das Projekt für ihn zu etwas ganz besonderem. Dass bei einem Forschungsprojekt nicht immer alles nach Plan verläuft, musste er auch feststellen, als das Crowdfunding scheiterte. Aber die Finanzierung konnte letztendlich doch noch sichergestellt werden, was für ihn zusammen mit dem Praktikum bei BASF zu den besten Momenten zählt. Das größte Highlight steht aber im Februar bevor: beim Start der Rakete zur Internationalen Raumstation werden die Pflanzenstecklinge mit an Bord sein. Dann zeigt sich, ob V3PO Erfolg haben wird. Passend dazu gibt es für David auch nur ein Wort, mit dem er das ganze Projekt beschreiben würde: „Spacig“.

    In der Filmadapation des Buches „Der Marsianer“ steht der der Protagonist vor einem schier unmöglichen Vorhaben: Er muss sich über eine gewisse Zeit auf dem Mars selbst ernähren können, ohne ausreichende Vorräte dafür zu haben. Die geschilderte Herkulesaufgabe im Lieblingsfilm von Maximilian ist Science-Fiction. Doch der 33-jährige BASF-Mitarbeiter in der globalen Forschungseinheit „Early Fungicide Biology“ ist überzeugt, dass sich die Menschen früher oder später der realen Herausforderung des Weltalls stellen müssen. Daher hilft der begeisterte Science Fiction- und Fantasy-Leser den Schülern bei ihrem Projekt V3PO. Der Biologe überwacht und unterstützt sämtliche praktischen Arbeiten und führt ergänzende Versuche durch, für die die Schüler nicht die Zeit haben. Am meisten begeistert ihn, dass das Ziel und die Fragestellung völlig anders als alle bisherigen Aufgaben sind. Gerade aus der Fragestellung ergeben sich völlig neue Probleme, für die es eine Lösung zu finden gilt. Ebenso beeindruckt ihn die Weitsicht, die das Projekt in seinen Augen hat: Mit V3PO wird jetzt schon an die zukünftige Landwirtschaft im Weltall gedacht. Ein Thema, das ihn privat als auch beruflich beschäftigt: „Nur Durst ist schlimmer als Hunger. Eine effiziente Landwirtschaft kann beides bekämpfen, daher arbeite ich bei BASF Crop Protection.“

    Begeisterte Reiterin und eine Leidenschaft für die Landwirtschaft: das ist Maria. Die 19-jährige Studentin ist aber auch eine aufstrebende Jungforscherin, die sich durch V3PO verstärkt mit Pflanzenbau auseinandersetzt. Das ist kein Neuland für sie, da sie auf einem landwirtschaftlichen Hof aufgewachsen ist und Agrarbiologie zu ihrem Lieblingsfach gehört. Doch wer wie Maria Forschungen betreibt, muss auch Neuland betreten können – wie bei dem Projekt, das die Landwirtschaft ins Weltall befördern will. „Forscher müssen neben dem Willen ihr Wissen zu erweitern aber auch Neugierde, Durchhaltevermögen und Teamgeist haben, um erfolgreich zu sein.“ Die Abiturientin weiß, wovon sie spricht, denn mit ihren Teamkollegen hat sie Höhen wie Tiefen durchlebt. Voraussichtlich im Februar wird V3PO aber seinen krönenden Abschluss finden, wenn die Pflanzenstecklinge ins All geschossen werden. Ein Ereignis, auf das sich Maria besonders freut, schließlich ist die Spannung auf die Ergebnisse des Versuchs auf der ISS und die eigentliche Durchführung dessen das, was das Projekt einmalig macht. Wenn sich die Abiturientin nicht mit der Landwirtschaft der Zukunft auseinandersetzt, kümmert sie sich um die heutige Agrarwirtschaft – ob auf dem Familienhof, in der Schule oder bei ihrem Studium der Agrarwissenschaften. Landwirtschaft liegt Maria eben besonders am Herzen.

    Aus Science Fiction Realität werden lassen: Ein Traum, den sicherlich viele Wissenschaftler während ihrer Forschung hegen. Der 37-jährige BASF-Manager Sebastian Rohrer zählt sich auf jeden Fall dazu. Er ist in seiner globalen Forschungsabteilung „Early Fungicide Biology“ für die Testung und Beurteilung der allerersten Ansatzpunkte und Ideen für neue Pflanzenschutzmittel zuständig, die in zehn Jahren in der Landwirtschaft gebraucht werden könnten – solange braucht ein Produkt bis zur Marktreife. Zusammen mit Maria, Raphael und David von V3PO zu überlegen, welche Produkte eine Landwirtschaft im Weltall benötigen bräuchte, stellt für ihn ein großer Anreiz dar. Als wissenschaftlicher Unterstützer betreut er das Forschungsteam bei der Durchführung des biologischen Experiments auf der Internationalen Raumstation (ISS). Die Idee, die die Schüler haben, hält er für bahnbrechend, da bislang nicht untersucht worden ist, ob man Pflanzen in der Schwerelosigkeit vegetativ vermehren kann. Würde es funktionieren, könnten sich Astronauten durch Landwirtschaft im Weltall nachhaltig selbst mit Nahrungsmitteln versorgen. Für seine Zusammenarbeit mit den Abiturienten erntet Sebastian Rohrer viel Neid unter den Kollegen: Jeder Forscher wünscht sich schließlich dabei zu sein, wenn aus Science Fiction Realität wird.

    Für Raphael ist klar: Landwirtschaft ist wichtig, da sie Menschen auf der ganzen Welt mit guten und frischen Lebensmitteln versorgt. Das erfährt er auch täglich bei seiner Arbeit auf dem elterlichen Hof. Doch wie ernährt man diejenigen, die nicht auf der Erde, sondern im Weltall unterwegs sind? Eine spannende Frage, der der ambitionierte Nachwuchsforscher zusammen mit seinen Freunden in dem Projekt V3PO nachgeht. Um die einzigartige Versuchsfrage erfolgreich zu beantworten, braucht es seiner Meinung nach Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und einen kreativen Kopf für neue Ideen. Dass Forscher vor allem durchhalten müssen, das durfte der 19-jährige Schüler selbst erfahren: Der erste Finanzierungsversuch für das Projekt V3PO funktionierte nicht. Erst ein zweiter Anlauf brachte die benötigte Summe. Ein Erlebnis, dass der Abiturient gleichermaßen als Tief- und Höhepunkt bewertet. Ein weiteres Hoch war für ihn das einwöchige Praktikum im BASF-Labor, wo er echte Forschungsluft schnuppern konnte. Die dort gesammelten Erfahrungen konnte der naturverbundene Abiturient dann gleich wieder im Schülerlabor einbringen. Generell macht dem 19-jährigen die gemeinsame Laborarbeit mit seinen Teamkollegen am meisten Spaß. Nun erwartet er mit Spannung die Ergebnisse, die die Reise der Stecklinge ins All bringen wird - was gleichzeitig auch das Ende des Projektes einläutet. Doch Raphael bleibt zumindest der irdischen Landwirtschaft erhalten, denn sein Studium wird er in Agrarwissenschaften aufnehmen, um später Landwirt werden zu können. Aber wer weiß: wenn in einigen Jahrzehnten ein Landwirt für eine Raumstation gesucht wird, würde Raphael alle Voraussetzungen erfüllen.

     

    Projekteinblicke

    Bisher haben sich die in der Schwerelosigkeit durchgeführten Versuche auf das Wachstumsverhalten von Setzlingen konzentriert. Das V3PO-Projekt geht einen Schritt weiter.

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